Do

29

Dez

2011

Leere statt Leben in Gubener Wolle

Guben: In der Hoch-Zeit der Internationalen Bauausstellung IBA "Fürst-Pückler-Land" gab es für das Areal der ehemaligen Tuchfabrik an der Alten Poststraße tolle Ideen. Ein Hort gehobener Feste und Begegnungen, eine erste Adresse fürs Wohnen im Loft sollte das Denkmal einstiger Industriebaukultur werden. Doch nichts füllt bis heute die Leere. Das einzige was sich derzeit an dem skelettierten Restgebäude der ehemaligen Tuchfabrik bewegt, ist die verhüllende Plane – ein Tuch ohne großen künstlerischen Wert, denn vom Verhüllungskünstler Christo wurde es nicht geschaffen. Und auch nicht für die Ewigkeit. Doch niemand zieht den Schleier und ersetzt die stoffliche Verhüllung durch bauliche Substanz. Das hat Gründe, wie auf Nachfrage aus der Stadtverwaltung zu erfahren ist: Keines der ehrgeizigen Projekte lässt sich umsetzen, ja nicht einmal das wenig noble Parkhausprojekt. Es scheitert am Umfang der nötigen Investitionen. Die würden Mieten zur Folge haben, die hier in Guben kaum einer zu zahlen bereit wäre. ...

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